…mit zwei alten Zeesenbooten über die Boddengewässer

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Sommer 2021. Es war ein warmer Tag. Mitte Juni, auf der Halbinsel Fischland-Darp-Zingst. Mit unserem Produktionsteam vom Land Mecklenburg-Vorpommern wollten wir für die Tourismuskampagne 2022 einen halben Tag lang mit zwei alten historischen Zeesenbooten über die Saaler Boddengewässer kreuzen.

Früher, im 18. und 19. Jahrhindert, dienten diese Boote dem Fischfang auf den Boddengewässern. Ihre besondere Bauweise war optimal an die flachen Fischgründe angepasst. Die großen Segel holten zudem das Maximale aus dem auch manchmal flauen Wind heraus. Bis diese aber entsprechend aufgetakelt waren, benötigt es einiges an Kraft und Geschick. Von alledem konnten wir uns an diesem Nachmittag bei bestem Wetter sprichwörtlich ein Bild machen. Nachdem die rotbraunen Segel im Hafen von Wustrow gesetzt wurden, ging es erwartungsvoll auf das Boddengewässer hinaus.

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Die Zeesenboote werden heute von Liebhabern in viel Eigenarbeit restauriert und gepflegt. An diesem Tag waren wir mit Vater und Sohn der Familie Eyael aus Wustrow unterwegs. Vater Peter Eymael fuhr schon als Kapitän zu DDR-Zeiten auf großer Fahrt rund um die Welt. Von ihm gibt es noch heute einiges über die damaligen Zeiten auf hoher See zu hören. Beide Männer sind Zeesenboot-Fans und teilen diese Leidenschaft gerne mit interessierten Touristen, mit denen es dann über die Wellen geht.

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Begleitet wurden wir zudem von einem Beiboot um auch mal eine andere Perspektive für den Foto- und Videografen zu ermöglichen. Das Umsteigen zwischen den Booten ist für mich immer ein Riesenspaß (bei Segel- und Bootsproduktionen kommt das häufiger vor) und wir konnten wunderbare Aufnahmen von den Zeesen und der Boddenlandschaft machen, die mir ganz besonders gefallen. Das ruhige Dahingleiten der Boote und das Plätschern der Wellen hatte für uns alle, obwohl wir ja eigentlich einen Job erledigen mussten, etwas sehr Meditatives und Entspannendes. Ich denke, das sieht man den Fotos an. Für mich gehörte diese Produktion auf jeden Fall zu einer der schönsten im letzten Jahr.

 

„Der Name „Zeesboot“ oder „Zeesenboot“ geht auf die Bezeichnung für das Fangnetz, die sogenannte „Zeese“, zurück. Beim Fischfang segelten die Fischer quer zum Wind und zogen dabei das Netz hinter sich her. Der Tiefgang der Boote beträgt häufig weniger als einen Meter, die Rumpflängen schwanken zwischen sieben und zwölf Metern.“